Finnländer startete schon bei neun Paralympics
Mit 66 Jahren gehört Matti Launonen zu den Ältesten im Rollstuhl-Tischtennis. „Er ist ein alter Hase mit wahnsinnig großer Erfahrung“, sagen seine Spieler-Kameraden über ihn. Von dieser Erfahrung hat er auch bei den Tetra Open Cologne profitiert.
Fünfter Satz. Spielstand 10:7. Mattis Gegner Andrea Borgato hat drei Matchbälle. Es geht um den Einzug ins Halbfinale im Herren-Einzel, Klasse 1. Die Zuschauer glauben nicht mehr so recht an einen Sieg des Finnländers. Doch Matti spielt taktisch klug und zieht tatsächlich noch an dem Italiener vorbei. „Yes!“, freut er sich und reckt seinen Schläger in die Höhe.
Für Matti ist es bereits die dritte Teilnahme an den TOC. Er kommt gern hier her. „Das Turnier ist sehr gut organisiert“, findet er. Er muss es wissen, denn in seiner bisherigen sportlichen Karriere hat er bereits an unzähligen Turnieren und Wettkämpfen teilgenommen, allein neun Mal an den Paralympics.
1972 startete er zum ersten Mal bei den Paralympics. Im Tischtennis – und im Schwimmen, wo er eine Silbermedaille gewann. Erst seit 1980 konzentriert er sich vornehmlich aufs Tischtennis. „Das ist jetzt meine Herausforderung“, erklärt Matti.
Was die TOC 2010 angeht, ist er zufrieden mit sich: „Am Freitag hatte ich meinen besten Tag. Da habe ich Holger geschlagen.“ Mit Holger ist natürlich Holger Nikelis gemeint, aktuell Dritter in der Weltrangliste. Die beiden haben sich schon viele spannende Matches geliefert. „Wenn man gegen Holger gewinnen will, muss man gut sein. Und ich hatte auch ein bisschen Glück“, schmunzelt Matti.
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Reisegruppe legt Stopp bei den TOC 2010 ein
Einen kurzen Stopp auf ihrer Rundreise durch Deutschland und die Schweiz haben am Samstagvormittag japanische Studenten bei den Tetra Open Cologne eingelegt. Die knapp 20-köpfige Gruppe von der Nihon University in Tokio war begeistert von dem Turnier, kurzerhand sprangen die jungen Leute als Balljungen und –mädchen ein.
Erst am Freitagabend war die Gruppe in Düsseldorf gelandet. Eigentlich war eine Shopping-Tour durch die Kölner City geplant. Doch Yuji Wendler, der die Gruppe bei ihrer Reise betreut und zugleich TOC-Ansprechpartner für Hotel-Angelegenheiten ist, schlug die Besichtigung der Deutschen Sporthochschule in Verbindung mit einem Besuch des Turniers vor. „Uns gefällt es hier super!“, waren sich die Studenten einig. Als Balljungen und –mädchen erlebten sie die TOC 2010 zwei Runden lang hautnah.
Nach einem Rundgang über den Spoho-Campus und dem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa ging es weiter zum Bundesliga-Spiel zwischen FC Schalke und Hannover 96. Bevor am 5. September der Flieger zurück in die Heimat startet, stehen u.a. noch der Besuch der Sportschule Hennef und des Olympiamuseums in Lausanne auf dem Programm.
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ASB während des Turniers im Einsatz
Bei einem so großen Turnier wie den Tetra Open Cologne bleiben Verletzungen der Aktiven nicht aus. Einsatzleiter Stefan Conrads und sein Team vom Arbeiter-Samariter-Bund Köln stehen während der drei Spieltage den Spielern und Betreuern zur Seite, um im Fall der Fälle umgehend unterstützen zu können.
Sechs ASB-Kräfte sind von 8.30 Uhr an bis zum letzten Ballwechsel vor Ort. „Insgesamt war es bislang ein ruhiger Einsatz“, sagt Stefan Conrads, der sich mit seinen Kollegen zwischen Halleneingang und Schiedsrichter-Tisch postiert hat. Mal musste ein Pflaster am Arm geklebt, mal ein verrenkter Nacken behandelt werden. Auch beim Transfer von dem einen in den anderen Rollstuhl wurde geholfen. „Alles nichts Großes.“
Da bleibt schon mal Zeit, das ein oder andere Match zu beobachten. „Es ist faszinierend, wie gut die Spieler trotz ihres Handicaps sind“, hat Stefan Conrads festgestellt. Für ihn steht fest: „Ich würde gern wiederkommen“ – wenn nicht im Einsatz für den ASB, dann als Zuschauer.
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Spielbericht Tag 2
Die Team-Wettbewerbe am zweiten Tag der Tetra Open Cologne 2010 haben gehalten, was sie im Vorfeld versprochen hatten: spannende Spiele bis zum letzten Ballwechsel.
Die letzte Partie war zugleich die engste und auch längste des Tages. Im Herren-Finale der Klasse 1 standen sich mit der deutschen (Nikelis/Kilger) und der französischen Paarung (Ducay/Guezenec) nahezu gleichwertige Gegner gegenüber. So war es nicht verwunderlich, dass die Entscheidung erst im letzten Einzel zwischen Walter Kilger und Jerome Guezenec fiel. Der Deutsche behielt nach spannendem Spiel die Oberhand und sorgte damit für den Punkt zum 3:2-Endstand. Die Grundlage für den Erfolg hatte Holger Nikelis – ebenfalls gegen Guezenec – im Einzel gelegt. Auch im Doppel waren die Deutschen siegreich. Den dritten Platz erkämpften sich Davies/Davies (GBR).
Die beiden Slovaken Riapos/Revucky stellten nach ihrem Sieg in der offenen Doppel-Konkurrenz am Vortag auch im Team-Wettbewerb der Klasse 2 ihre gute Form unter Beweis. Im Finale besiegten sie die französische Paarung Boury/Molliens mit 3:1. Mit den Österreichern Ruep/Vevera sicherte sich eine Paarung, bestehend aus einem Klasse-1- und einem Klasse-2-Spieler, Platz drei.
Bei den Damen, die in einem offenen Team-Wettbewerb im System Jeder-gegen-Jeden starteten, zeigten die Französinnen Sireau-Gossiaux/Clot die größte Konstanz. Mit vier Siegen errangen sie Platz eins, gefolgt von Podda/Buclaw (ITA/POL) und McCarron-Rooney/Breathnach (IRL).
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